Hypothese: Schizophrenie, Prägung, dominante Fragmentpersönlichkeit

Ich (wir) vermuten dass bei einer beginnenden Schizophrenie die aktuellen Beeinflusser eine wichtige Rolle spielen für den Krankheitsverlauf. Bei der Schizophrenie redet man ja von Stimmen hören (Standard Frage: Hören sie Stimmen?). Dies sind meiner Meinung nach Instanzen (um da ein Wort aus der Informatik zu gebrauchen) von realen Personen, welche autonom im Geist des Patienten ablaufen.

Sagen wir nun, Proband A ist zum Zeitpunkt der Prägend ist mit einer liebevollen Freundin zusammen, somit würde sich eine Instanz einer liebenden / pflegenden Frau im Bewusstsein des Probanden bilden. Sie hat z.B. immer gesagt sie würde die Menschheit in Mörder und Selbstmörder unterteilen.

Sagen wir nun, Proband B ist zu diesem Zeitpunkt mit Vergewaltigungen in der Familie konfrontiert, somit würde sich eine Instanz eines gewalttätigen Mannes (z.B. Darth Vader) im Bewusstsein des Probanden bilden.

Die danach folgenden neuen Fragementpersönlichkeiten im Geist des Schizophrenen, die durch Interaktion mit der Aussenwelt entstehen würden weniger gewichtet werden als die Primäre Prägung zu Beginn der Schizophrenie.

Stimmt diese These, müsste man den Fragebogen für Schizos allenfalls ergänzen mit: “Wer hatte zu Beginn ihrer Krankheit am meisten Einfluss auf Sie?”

Auch hätte das eigentlich rechtliche Folgen: mit Medikation werden die Fragmentpersönlichkeiten de facto abgetötet, da es sich aber um ein reale Personen handelt wäre das irgendwie Mord, also das selbe Dilemma wie bei der KI Forschung, wo man dann eine Denkende / Fühlende KI nicht mehr einfach ausschalten dürfte, da diese ein Recht auf Leben hätte.

Ausserdem hätte/hat das Wegfallen von Fragmentpersönlichkeiten vermutlich massive Auswirkungen auf die Hauptpersönlichkeit, z.B. Einsamkeit oder Groll je nach Ausrichtung der Hauptpersönlichkeit. Was allenfalls eine Erklärung bieten könnte für Selbstmorde / Morde kurz nach der Entlassung aus der Psychiatrie. Und da müsste man vermutlich die Psychiatrien rügen, die die Lösung zu eindimensional in der Medikation sehen. Aber das kann man vermutlich als Patient nicht ändern, wie Don Quichotte nie gegen die Monster gewonnen hat.

Positives wäre, dass man so ab 10 Fragmentpersönlichkeiten 100% der CPU also des Gehirns Brauchen würde 🙂

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